Czernin

Sieglinde Rosenberger
Oliver Gruber

Integration erwünscht?

Österreichs Integrationspolitik zwischen fördern, fordern und verhindern

Was leistet die österreichische Politik zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund? Lange Zeit galt Österreich als Einwanderungsland wider Willen, bevor es ab 2010 zu einer kontinuierlichen Institutionalisierung der Integrationspolitik kam. Nach der starken Fluchtzuwanderung ist sie nun wieder umstritten, fördernde Maßnahmen werden zunehmend von desintegrierenden abgelöst.

Vor diesem Hintergrund ordnet und interpretiert das Buch die Etappen, Akteure und Interessen dieser Entwicklung. Es zeichnet nach, wie das Politikfeld Integration auf Bundesebene Konturen erhielt, welcher Integrationsapparat entstand und welche integrationspolitischen Maßnahmen seither umgesetzt wurden.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der rechtspopulistischen Integrationspolitik seit 2017: Darin dominieren Erzählungen »gescheiterter Integration«, Integrationspolitik fungiert zunehmend als Instrument der Migrationskontrolle.

Mit der Analyse der rigiden Integrationspolitik des Rechtspopulismus will das Buch auch dazu beitragen, dessen grundsätzliches Menschen-, Gesellschafts- und Politikbild besser zu verstehen.