Czernin

Rubina Möhring

Mundtot

Der gefährliche Kampf um die Pressefreiheit

Allein in den letzten zehn Jahren wurden weltweit knapp 700 professionelle Journalistinnen und Journalisten getötet. Seit dem Attentat auf »Charlie Hebdo« schärft sich das Bewusstsein dafür, welche Gefahren gelebte Informationsfreiheit birgt. »Mundtot« richtet den Blick auf Personen, die für freie Berichterstattung fliehen mussten, inhaftiert sind oder getötet wurden.

Kritische Journalistinnen werden zu militärischen Zielen oder Opfer politischen Kalküls, dienen als Geiseln und werden selbst auf offener Straße ermordet. Über aufsehenerregende Morde und Inhaftierungen im Umfeld unabhängiger Pressearbeit – Deniz Yücel, Anna Politkowskaja oder Marie Colvin – empört sich die Weltöffentlichkeit. Unbemerkt bleiben oft die Schicksale der Menschen, die zwar Verfolgung und Mord entkommen konnten, aber ihrer Sprache, Stimme und Bewegungsfreiheit beraubt sind.

Rubina Möhring zeigt anhand von berührenden Porträts die gefährliche Situation freier Berichterstattung. In einem großen – Grenzen und Zeiten – überschreitenden fesselnden Text richtet sie die Aufmerksamkeit auf die Schicksale ermordeter, verhafteter und bedrohter Journalisten.