Czernin

Gerda Lerner

Es gibt keinen Abschied

Roman

Aus dem Englischen von Elisabeth Rosenstrauch-Königsberg.

Februar 1934: Der Bürgerkrieg erschüttert Wien und Österreich. Das behütete Leben der Familie Bergschmidt und ihrer Freunde gerät aus den Fugen. Ein Teil engagiert sich im Widerstand, andere wechseln die Seiten, um ihre gesellschaftliche Stellung bewahren zu können.

Eindrücklich veranschaulicht Gerda Lerner, wie unter dem herrschenden Austrofaschismus Familienbande zerreißen und sich neue Gemeinschaften bilden. Fremde werden Vertraute und Vertraute werden Fremde.

Die Autorin zeichnet ein eindrucksvolles Porträt Wiens und zugleich ein vielschichtiges Stimmungsbild in jener entscheidenden Zeit des politischen Wandels zwischen 1934 und 1938. 1953 unter dem Pseudonym »Margarete Rainer« erstmals in Österreich erschienen, ist der Roman ein Zeugnis von Lerners schriftstellerischem Schaffen, das sie zugunsten der wissenschaftlichen Karriere aufgab. Auf ihrem eigenen Erleben und autobiografischen Erfahrungen beruhend, ergänzt der Roman die politische Autobiografie »Feuerkraut« auf literarische Weise – und gewährt so, nicht zuletzt, neue Einblicke in das Leben der namhaften Frauengeschichtsforscherin.

Mit einem Vorwort von Marlen Eckl.