Czernin

Thomas Raab

Jedermanns Dämon

Roman

Literarische Spiele mit dem Unheimlichen: Wer träumt nicht hin und wieder von der Sünde?

In Thomas Raabs neuem, an der Gothic Novel geschulten Roman treffen wir gleich zu Beginn auf einen unzuverlässigen Erzähler, der sich nicht nur mit einer geheimnisvollen Seuche, sondern auch der Suche nach der eigenen Identität herumschlägt.

Auf den Fersen von »Jedermanns Dämon« enthüllen sich dabei die verqueren Beziehungen zwischen Individuum und Gesellschaft und das Böse in uns allen.

Ein literarisches Vexierspiel, das die Grenzen zwischen Wirklichkeit, Traum und Wahn verschiebt und in der deutschsprachigen Literatur seinesgleichen sucht.

 

Stimmen:

Raabs Beschreibungen sind nicht bloß treffend und voll bösem Witz, ihnen wohnt eine tiefe Melancholie inne.
(Sebastian Fasthuber, Falter)

Mit distanzierter Genauigkeit hält Raab das Scheitern menschlicher Beziehungen mit einer literarischen Versuchsanordnung fest, in der sich wissenschaftliche und lyrische Sprache annähern.
(Oliver Koerner von Gustorf, taz)